Interaktives
Exponat

„Der Weg zur Prothese“ soll den Prozess vom Amputieren eines Armes bis zum ersten Tragen der fertigen Prothese näher bringen. 

Dabei helfen eine echte Prothese als Ausstellungsstück sowie eine klickbare Story zum besseren Verständnis. 

Fokus des Projekts
Storytelling
User Interface

Zeitraum
WS 18/19 - Interaktive Kommunikationssysteme 

Projektpartner
Jannis Wäder
Philipp Henzler

Betreuer
Fabian Schröbel

Kontext

Das Exponat kann in Ausstellungs- oder Museumsumgebung platziert werden. Duch die Interaktivität soll es dem Besucher die Inhalte auf angenehme Weise näher bringen. 

Es soll dabei keine bestimmte Altersgruppe angesprochen werden. Die Zielgruppe umfasst diejenigen, die bisher noch kein Wissen zu Prothesen und Amputationen haben. 

Storytelling

Zunächst überlegten wir ein exploratives Menü umzusetzen. Dabei soll sich der Besucher zwischen folgenden Punkten frei navigieren können:

  • die Geschichte der Prothese,
  • der Prozess bis zum Erhalten einer solchen,
  • dem Anlegen,
  • dem Aufbau
  • sowie zusätzliche Informationen.
menu_eplorativ
menu_linear

Unsere zweite Überlegung war, den Inhalt mittels eines linearen Erzählstranges zu vermitteln. Dabei steht eine Person im Mittelpunkt, anhand der man den Weg zur Prothese inklusive der Herstellung und der ersten Anprobe durchlebt. Auch die zusätzlichen Informationen sollten in diesem Fluss integriert sein. Nur die Geschichte wollten wir als optionale Information für diejenigen anbieten, die tiefergehend interessiert sind. 

Uns gefiel die Möglichkeit, den Betrachter durch die persönliche Geschichte mehr zu berühren. Daher entschieden wir uns für dieses Konzept. 

Inhalte

Den Hauptbestandteil bildet die Story, in der Theo, der Protagonist, erzählt, wie er seine Prothese erhalten hat und dabei auch Zusatzinformationen liefert.

Die Lesegeschwindigkeit kann der Betrachter frei wählen, da er jeden Screen selbst weiterklickt. Wir haben uns bewusst gegen automatisch wechselnde Texte entschieden, um den Rezipienten nicht in Stress zu versetzen.

Story

Bei der ersten Anprobe wird das Konzept des linearen Story-Tellings gebrochen. Es ist als ein kleines Spiel umgesetzt worden, bei dem der Betrachter selbst die notwendigen Teile in der richtigen Reihenfolge anziehen darf.

Mit Hilfe der Projektion kann der Betrachter sich eine Prothese an seiner eigenen Hand vorstellen und sich so besser in den Protagonisten einfühlen.

Geschichte

Geschichtliche Informationen zur Entwicklung der Prothesen sind von jedem Story-Screen aus zugänglich.

Info-Architektur

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Avatar & Farben

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Der Avatar Theo hat der Situation angepasste Kleidung an, damit die Story anschaulicher und interessanter anzusehen wird. Wir verwendeten dafür eine Grafik von freepik.com und wandelten sie nach unseren Ansprüchen ab. 

Für die Hintergrundfarben der einzelnen Screens entschieden wir uns für klar unterscheidbare Farben, die eine ähnliche Sättigung und Helligkeit aufweisen sowie harmonisch zueinander stehen. 

Font

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Für die Texte benutzten wir die „Netto Pro“ in den Schriftschnitten Bold und Regular.

Sie unterstützt den Comic-Charakter unseres Interfaces, ohne dabei kindlich oder unseriös zu wirken.

Stil & Prozess

Die Sprechblasen waren durch die schwere Font und ihre Größe sehr massiv und zogen die Aufmerksamkeit zu sehr auf sich. 

Durch eine andere Form, neue Font und kleineren Schriftgrad erreichten wir ein stimmiges Gesamtbild.

Die Gegenstände waren zu Beginn noch mit Konturen versehen. Um konsistent zum Avatar zu bleiben, der von Anfang an flächig gehalten war, änderten wir die Gegenstände und alle weiteren Elemente um. 

Die Illustrationen bekamen im Lauf des Projektes einen immer höheren Detailgrad, um die Grafiken lebendiger  zu gestalten. So laden sie mehr zum Betrachten und Finden von Kleinigkeiten ein.

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Mein Learning

Besonders interessant fand ich, mehrere Arten des Storytellings in Erwägung zu ziehen. Es war spannend anzusehen, wie man mit unterschiedlicher Info-Architektur völlig verschiedene Ergebnise erzielen und den Betrachter anders ansprechen kann. 

Gegen Ende des Projektes haben wir unseren Augenmerk auf konsistentes Design gelegt und konnten erleben, wie viel besser das Interface dadurch wurde. Das war ohne Frage eine bleibende Lektion. 

Mein Ziel sind intuitive Interaktionen und Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben.

© 2020 Elisabeth Straß • Impressum